Herr L. unterwegs in Schorndorf

Herr L. unterwegs in Schorndorf

by Frau K. Herr L. unterwegs

Was macht Herr L. in Schorndorf mögen sich einige jetzt vielleicht fragen.
Was macht man überhaupt in Schorndorf?

Alte Freunde besuchen. Was sonst?

Und während Frau K. mit ebendiesen alten Freunden quatscht und quatscht (es sind nämlich Frau K.s Freunde) verschwindet Herr L. klammheimlich auf einen ausgedehnten Stadtspaziergang. Ich muss zugeben, ich selbst kenne in Schorndorf nur die Wohnung meiner Freunde und den Metzgerladen in dem es die besten Maultaschen ever gibt. So wirklich besser kenne ich die Stadt auch nicht, nachdem ich mir angesehen habe, was Herr L. so alles geknipst hat. Aber gefallen tut es mir trotzdem.

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Herr L. unterwegs in Gallipoli

Herr L. unterwegs in Gallipoli

by Frau K. Herr L. unterwegs Italien Salento

Sabine von ferngeweht.de hat zur Blogparade aufgerufen. Mit einer wirklich netten Idee.

Wer kennt es nicht, das alte Spiel „Stadt, Land, Fluss“?

In leichter Abwandlung zum Original durfte sich jeder einen Buchstaben aussuchen und dann über eine Stadt, ein Land oder einen Fluss zu schreiben. Wir haben das „G“ ergattert und widmen daher unseren Beitrag über das wunderschöne Gallipoli, im südlichsten Zipfel von Italien, Sabines Blogparade.

Gallipoli – ein Paradies für Fans von Heiligenabbildungen, Steinengeln und Marienstaturen. Ganz im Süden Italiens gelegen. Direkt am tiefblauen Meer. Aber für das Meer hatte Herr L. bei seinem Spaziergang keinen Blick übrig…

Herr L. unterwegs in München

Herr L. unterwegs in München

by Frau K. Deutschland Herr L. unterwegs In der Stadt München

Vor ein paar Monaten waren Frau K. und Herr L. in München. Eigentlich zum Arbeiten. Aber weil der Weg dahin von Köln aus doch recht weit ist, haben sie noch ein Freizeitwochenende dran gehängt. Der Plan war, die Stadt mit dem Leih-Fahrrad zu erkunden. Das machen sie gerne so in fremden Städten. Am liebsten mit den Bahnrädern. Die sind, wenn man erstmal die Anmeldung hinter sich hat, recht unkompliziert in der Nutzung. In München hat das leider nicht geklappt. In der ganzen Stadt gab es nur zwei verfügbare Bahnräder. Das hätte ja sogar gereicht, wenn sie nicht 40 Minuten voneinander entfernt gestanden hätten…

Frau K. hat sich nur ein kleines wenig gewundert. Sie hat vor vielen Jahren ein paar Jahre in der bayrischen Hauptstadt gearbeitet und wusste daher – München ist ein Dorf – eines, dem sie im Übrigen sehr gerne den Rücken zugewandt hat.

Statt mit Fahrrädern waren wir dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß unterwegs. Ging auch. Und Herr L. hat wie immer sehr schöne Bilder von unserem Spaziergang gemacht.

Auf ein Bier nach Trier

Auf ein Bier nach Trier

by Frau K. Eifel

Das Wochenende naht und das Einfach-mal-weg-Gefühl springt mich völlig unerwartet, aber dafür sehr heftig an. Im Garten gibt es gerade nichts zu tun. Die Bienen kommen auch alleine klar. Der Mann hat nichts gegen einen Kurzurlaub. Bleibt nur die Frage wohin?

Das Wetter ist bombig, schon seit Tagen, die nahen Strände in Zeeland sind entsprechend überfüllt. Schade, Meer wäre schön gewesen. Ich habe einen neuen Badeanzug, der unbedingt getragen werden will. Die Alternatividee – eine mehrtägige Kanu-Tour auf der Lahn – wird auch schnell aussortiert. Wir sind nicht die Einzigen, dafür aber die Letzten die darauf gekommen sind. Draußen im Hof steht mein niegelnagelneues Fahrrad (ich habe zwei Jahre gebraucht um mich für ein Modell zu entscheiden, bei der Gelegenheit ein herzliches Dankeschön an Eduard von der Veloküche für seine Geduld ;-)). Eine Radtour. Warum nicht? Nur wohin?

Ausgangs- und Endpunkt müssen einfach mit der Bahn erreichbar sein. Nach kurzer Recherche landen wir beim Kylltal-Radweg. Rund hundert Kilometer entlang dem längsten Fluss der Eifel. Einmal übernachten. Am Ende ein kühles Bier bei Freunden in Trier. Das hört sich gut an. Und eine Gelegenheit für den Badeanzug einzuweihen sollte sich bei soviel Wasser doch auch ergeben…

Mit dem Fahrrad mitten durch die Eifel

Der Regionalexpress bringt uns von Köln in knapp anderthalb Stunden nach Dahlem. Anfangs ist das Radabteil noch voller Fahrräder, aber kurz vor Dahlem sind wir fast alleine. Nur zwei, drei Radfahrer steigen mit uns aus. Schon auf dem Bahnsteig finden wir die ersten Radwegschilder. Wir steigen auf und radeln los. Mein neues Rad rollt super auf seinen dicken Reifen. Die ersten Steigungen nehme ich mit einem Lächeln (und meiner Alfine 11-Gang). Nach dem Berg ist vor der Abfahrt. Und die ist auf dem Kylltal-Radweg immer länger als der Aufstieg. Der Fahrtwind im Haar fühlt sich herrlich an. Allerdings kratzt die Sonne mit ihren 31°C heißen Strahlen schon bald an unserer Kondition. Und das obwohl viele Streckenabschnitte bewaldet sind. Andere Radfahrer begegnen uns recht selten. Wir fahren an Feldern vorbei, durch luftige Mischwälder, durch Eisenbahntunnel und queren immer mal wieder die Kyll. Die Landschaft ist nicht spektakulär und Anfangs bin ich deswegen ein wenig enttäuscht. Aber ziemlich bald schon dringt das viele Grün um mich herum in mein Hirn ein. Ich schalte in den Chil-Modus.

Räder in der Bahn auf dem Weg zum Kylltalradweg
Kylltalradweg Tunnel
Gerolsteiner trinken
Kylltalradweg Laubwaldtunnel
Landschaft Kylltalradweg
Kylltalradweg durch lichte Wälder

Zumindest so lange, bis ich bei der nächsten Ministeigung wieder heftig schnaufen muss. Die Pause in Gerolstein kommt mir daher sehr gelegen. Energiespeicher auffüllen und auch die Wasserflasche. Im Bistro auf dem Marktplatz sind wir bald nicht mehr die einzigen Radfahrer. Allerdings haben sich die anderen alle dem Rennradfahrer-Dresscode unterworfen. Bunte Leibchen, knallenge Radlerhosen und ein schnittiger Helm. Ich fühle mich „under dressed“. Während sich die Nachwuchs Armstrongs und Ullrichs das dritte Bitburger hinter den Helm kippen, lasse ich mir meine anderthalb Liter Flasche Gerolsteiner mit Leitungswasser nachfüllen und kaufe bei der Gelegenheit gleich zwei Flaschen Aperetif-Essig. Den gibt es im Bistro in unzähligen Varianten. Ich entscheide mich für einen milden Passionsfruchtessig und einen wirklich umwerfenden Aprikosenessig.

Essig im Bistro in Gerolstein
Schaufenster Gerolstein
Schaufenster Gerolstein
Schaufenster Gerolstein

Der Mann will keinen Essig trinken, er geht lieber knipsen. Eines seiner Lieblingsmotive – zugeklebte Schaufenster – ist in der Einkaufsstrasse stark vertreten. Tatsächlich steht gefühlt jedes dritte Geschäft in Gerolstein leer. Bald hat er alle geknipst. Einigermaßen erholt schwingen wir uns danach wieder auf den Sattel. Strecke machen. Bis zu unserem Tagesziel Kylburg liegen noch ein paar Kilometer vor uns. Letztlich aber auch viel schneller hinter uns als wir dachten. Der Ort ist ganz nett. Er hat nur einen Makel: wir finden kein Eiscafé.

Unsere Energie ist noch nicht verbraucht und die Hoffnung auf ein Eis im nächsten Ort ist groß. Ein Fehler, wie wir sehr schnell merken. Direkt nach Kyllburg kommt die einzig nennenswerte Steigung der gesamten Strecke. Es gilt über einhundert Höhenmeter mit 13 Prozent Steigung zu überwinden. Eigentlich wollten wir schummeln und diesen Streckenabschnitt im Regionalexpress zurücklegen. Leider haben unsere Handys schon lange keinen Empfang mehr und deshalb haben wir die richtige Stelle zum Einsteigen einfach verpeilt. Pech für uns. Unten im Tal höre ich den Regionalexpress leise vorbeizischen. Ich selbst schnaufe inzwischen lauter als die erste Dampfmaschine. Dem Mann geht es nicht anders, wir schnaufen im Takt. Irgendwann haben wir es dann doch geschafft. Schade, dass mein Geld nicht für eine Rohloff-Schaltung gereicht hat, obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, dass eine 1A-Schaltung mangelnde Kondition ausgleicht …

13 Prozent Steigung Kylltalradweg
Pause auf dem Kylltalradweg
Kylltal-Radweg 13 Prozent Steigung geschafft
Kyltalradweg Burgen und Schlösser

Eifel-Überlebens-Tipp 1: Informiere dich vorher über Übernachtungsmöglichkeiten

Der Blick von hier oben ist schön, die Fahrt nach unten noch viel schöner. Nur das nächste Dorf hält leider nicht was wir uns erhofft haben. Kein Eiscafé, kein Biergarten, keine Pension. Bis Bitburg sind es nur fünf Kilometer. Fünf Kilometer und 10 Prozent Steigung. Das schaffen wir nicht noch einmal heute. Kurz vorm Ortsausgang finden wir dann zumindest eine Pension. Und essen könnten wir am Bahnhof gegenüber sagt der Besitzer. Wenn auch kein Eis. Und schon gar nicht den Schoko-Erdbeerbecher, den ich beim letzten Aufstieg vor meinem inneren Auge gesehen habe. Im nächsten Ort gibt es zwar ein Hotel mit Gastronomie, aber das ist ausgebucht. Eine Hochzeit. Wir haben eh keine Lust mehr zum Weiterfahren. Also laden wir ab, lassen uns das Zimmer zeigen, duschen und schleppen uns zum Bahnhof. Inzwischen ist es 20 Uhr und wir haben richtig Hunger. Was wir nicht mehr haben ist Geld. Was die Bahnhofsgastronomie nicht nimmt sind EC-Karten. Und was es im ganzen Ort nicht gibt ist ein Geldautomat. Den gibt es nur in Bitburg oder in Badem. Um hinzukommen sind jeweils 10 Prozent Steigung zu überwinden. Das alles erfahren wir von Uschi, der Kneipenwirtin. Der größte Teil der Kommunikation verläuft dabei nonverbal. Auf Rechnung essen ist nicht – auch das teilt sie uns ausschließlich mit einer dezenten horizontalen Kopfbewegung mit.

Eifel-Überlebens-Tipp 2: Reise nie ohne „Cash in de Täsch“

Was nun? Wir studieren die überschaubare Speisekarte und zählen unsere letzten Kröten zusammen. Wir kommen auf 21 Euro. Das reicht für zweimal Currywurst mit Pommes und Salat (!) und vier Getränke. Die kosten alle das gleiche: freundliche zwei Euro für 0,3 Liter. Ich nehme einen Viezschorle (der leider genauso schmeckt wie ich ihn in Erinnerung habe) und überlasse dem Mann großzügig drei Bier. Dafür kriegt er nicht wie sonst was von meiner Wurst ab! Beim letzten Bier muss er kurz überlegen. In der Kneipe gibt es einen Flipper. Fünf Spiele kosten ebenfalls zwei Euro. Aber der Durst ist größer. Uschi ist inzwischen deutlich kommunikativer. Die Teller räumt sie mit einem herzlich „na, war doch gar nicht so schlimm“ ab. Ich muss lachen. Die Frau hat einen sehr feinen Humor. Zwischendurch erfreut uns Pitter, der nur mit einer Short bekleidet, seinen beachtlichen Bierbauch in die Kneipe schiebt. Im Mundwinkel eine 20 Zentimeter lange Zigarre. Rauchverbot – jibbet hier nicht. Nach ein paar Bier schlappt er wieder zu seinem Jeep. Ich habe nicht gesehen ob der die Zigarre beim Trinken rausgenommen hat. Wir sitzen draußen, der guten Eifelluft wegen…

ein Bier in Bitburg-Erdorf
Bitburg-Erdorf Kylltalradweg chillen
ein Viez in Bitburg-Erdorf

Hinter uns hält immer mal wieder ein Zug. Man merkt lange vorher wenn es wieder soweit ist. Dann fährt meist ein, manchmal auch mehrere Autos vor. Ohne persönlichen Abholservice geht hier nicht viel. Es ist friedlich. Wir sind satt. Und irgendwann soweit, dass uns auch unser Zimmer nicht mehr schreckt. Der Mann geht bezahlen. Ich bleibe sitzen. Bis er mich ruft. In der Hand eine Zwei-Euro-Münze. Im Gesicht ein fettes Grinsen. Uschi gibt uns eine Runde Flipper aus. Die Frau hat nicht nur Humor, sie hat auch Herz. Wir holen zwei Freispiele raus und verabschieden uns bestens gelaunt.

Am nächsten Morgen frühstücken wir erstmal ausgiebig. Mit vollem Magen fällt es uns leichter, unseren Zimmerwirt darüber zu informieren, dass wir kein Bargeld haben. Ich hoffe auf die Nummer mit der Rechnung. Aber die läuft nicht. Damit hat er schlechte Erfahrungen gemacht. Sehr schlechte sogar. Das macht er nicht mehr. Die Geschichte dazu erzählt er mir während wir zusammen in seinem Auto zum nächsten Bankautomaten fahren. Und dazu noch ein paar andere Geschichten über die Gegend. Der Bahnhof in Erdorf ist zum Beispiel gerade für zweieinhalb Millionen renoviert worden. Bald wird er eingeweiht. Für einen Bankautomaten oder eine Toilette hat das Geld dann leider nicht mehr gereicht. Wir unterhalten uns noch lange bevor wir uns endgültig wieder in den Sattel schwingen. Auf zum nächsten Tagesziel. Dem titelgebenden Bier in Trier.

Kylltalradweg Tunnel
Wasserfall in Hüttingen Kylltalradweg
Hüttingen kleine Abkühlung

Eifel-Überlebens-Tipp 3: Reise nie ohne eine Reserve-Stulle

Vor uns liegen ein paar kleine, aber fiese Steigungen (der beste Moment des Tages: der Radweg biegt kurz vor einer weiteren Steigung rechts ab). Dafür wird die Landschaft jetzt spannender. Wir fahren vorbei an vielen Streuobstwiesen, auch neu angelegte mit großartigen alten Obstsorten. Mich begeistern besonders die vielen üppigen Gemüsegärten in den Dörfern. In Hüttingen gibt es einen kleinen pittoresken Wasserfall und das kalte Wasser aus dem Brunnenbecken bietet eine willkommene Abkühlung. Wir treten in die Pedale und würden nach ein paar Stunden ganz gerne etwas essen. Am liebsten in einem schnuckeligen Biergarten. Ein paar mal kommen wir an einem Schild vorbei, aber immer wenn wir dann vor der Wirtschaft stehen hat diese schon seit ein paar Jahren geschlossen. Ein nettes kleines Fischerhäuschen ist leider nur das Vereinsheim des dortigen Angelvereins. Die Angler haben eine Fähre aus Wassertonnen über die Kyll gebaut. Damit ziehen sie sich bis in die Mitte und gehen dann baden. Baden will ich auch und sie verraten mir ein paar Stellen flussabwärts wo das ganz gut geht. An einer machen wir dann schließlich Rast und packen die Restbrötchen vom Vortag aus. Unglaublich wie lecker so ein altes leicht angetrocknetes Brötchen schmecken kann.

selbstgebaute Fähre Angerverein Kylltalradweg
Anglervereinsheim Kylltal-Radweg
Anglerverein Kylltalradweg
Eisenbahnbrücke über die Kyll
ein Bad in der Kyll
Pause in Holzhütte Kylltalradweg

Ich bekomme jetzt endlich die Gelegenheit meinen Badeanzug einzuweihen. Der Mann ist wasserscheu und knipst lieber ein bisschen in der Gegend rum. Tief genug zum Schwimmen ist die Kyll an der Stelle leider nicht, aber dafür sehr erfrischend. Meine Haut fühlt sich noch eine Stunde später angenehm kühl an. Während der ganzen Zeit kommt niemand an dieser idyllischen Stelle vorbei. Überlaufen ist der Kylltal-Radweg wirklich nicht. Als wir wenige Kilometer später im nächsten Ort dann doch noch an einem traumhaften Biergarten vorbeifahren sind wir nur ein ganz, ganz kleines bisschen frustriert. Trier kommt schneller näher als wir am Morgen dachten. Es geht jetzt fast nur noch bergab. Das einzige was steigt ist meine Lust auf einen Schoko-Erdbeerbecher. Vor meinem inneren Auge nimmt er riesige Ausmaße an und ich freue mich wie ein Kind, als wir in Kordel auf ein sehr reales Eiscafé stoßen.

Nach dem Eisbecher zieht sich das letzte Stück bis nach Trier überraschend lange hin und nachdem wir uns über 100 Kilometer nicht verfahren haben schaffen wir das auf den letzten Metern. Statt gemütlich auf dem Moselradweg landen wir auf der viel befahrenen Biewerer Straße. Macht nichts. Moni und Udo haben Bier und Wein kalt gestellt. Der Grill ist schon an. Aaron, Ronja und Evi kommen auch noch. Ein perfekter Ausklang für eine gelungene Radtour. Das machen wir jetzt ganz bestimmt öfter. Viele Wege führen durch die Eifel und mit unseren hart erarbeiteten Eifel-Überlebens-Tipps kann uns jetzt nichts mehr schrecken.

Eis essen in Kordel
midlifereisen selfi
Eis essen in Kordel
Burg vor Trier Kylltal-Radweg
Mit dem Rad von Nippes nach Griechenland

Mit dem Rad von Nippes nach Griechenland

by Frau K. Wochenendtipp

Ja, Ihr habt richtig gelesen. Dieses Wochenende geht es nach Griechenland. Mit dem Fahrrad. Von Nippes aus seid Ihr in knapp 20 Minuten da.

Also natürlich nicht in dem Griechenland an das Ihr jetzt denkt. Schon klar. Aber zumindest im griechischen Biergarten von Poppy Mavroidakos, der Inhaberin eines ansonsten zumindest optisch durch und durch kölschen Brauhauses. Die Temperaturen stimmen jedenfalls , heißer ist es auch im echten Griechenland nicht 🙂

Der Biergarten wurde kürzlich mit Unterstützung der Initiative 1000 gute Gründe komplett neu gestaltet. Er ist winzig, aber sehr gemütlich und bestens für einen klitzekleinen Kurzurlaub geeignet. Weiß gekalkte Wände, viele Blumen und Kräuter und leckeres griechisches Essen. Wir waren zur Eröffnung eingeladen und haben uns (auch dank der vielen Tsipouros) ziemlich griechisch gefühlt und der Rhein glitzerte auf dem Heimweg fast so schön wie das Mittelmeer.

griechischer Biergarten in NIel
griechische Vorspeisen
Tsipouro
sirtaki tanzen
sirtaki tanzen

Griechische Vorspeisen und ein Gläschen Tsipouro. Und später am Abend tanzt das Gastgeberpaar noch ganz stilecht einen kleinen Sirtaki. Wir kommen bestimmt wieder mal vorbei.

Übers Wochenende nach Zeeland

Übers Wochenende nach Zeeland

by Frau K. Am Meer Holland Zeeland

Vor ein paar Wochen  war Frau K. alleine unterwegs. Naja, nicht ganz alleine – zusammen mit vier anderen Journalistinnen hat sie sich auf eine Gruppenreise ins nahe Holland begeben. Genauer gesagt nach Domburg und Cadzand. Eigentlich steht sie überhaupt nicht auf Gruppenreisen, überhaupt gar nicht sogar, aber der Winter war lang, die Seeluft lockte und das Wellnessprogramm klang vielversprechend.

Wellness in Domburg und Cadzand?

Herr L. wollte das nicht glauben. Als er noch im besten Partyalter war, waren das seine beliebtesten Pfingst-Partyziele. Zelt, Schlafsack und zwei Kästen Bier im Kofferraum und ab in den Stau Richtung Holland…
Und jetzt erzählt ihm Frau K. was von Yoga am Strand, Energie tanken in der Nordsee-Erlebnisdusche und Packungen mit Algen und Meerwasser. Er zweifelt, aber das macht nichts, weil er darf eh nicht mit.

Muscheln in Zeeland

Die ersten beiden Kurorte in den Niederlanden!

Was er nicht weiß und Frau K. auch gerade erst erfahren hat – Domburg und Cadzand dürfen sich seit neustem „Seeheilbad“ nennen. Damit das möglichst viele Menschen erfahren, wird Frau K. drei Tage lang von einem Spa ins nächste kutschiert, wobei die „Nur luure, nit anpacke“ Devise gilt. Die Zeit drängt und es gilt ein umfangreiches Tages-Programm abzuarbeiten. Naja, der Badeanzug von Frau K. liegt aufgrund mangelnder Kofferpack-Diziplin zu Hause auf dem Bett und saunen ist nicht so ihr Ding. Macht also nichts. Obwohl, die Nordsee-Erlebnisdusche mit eingebautem Blitz, Donner und Dauerregen im Spa Domburg hätte sie schon gerne mal persönlich ausprobiert. Und auch die Strohbetten im Ruhebereich sahen sehr verlockend aus. Für 30 Euro pro Tag können Besucher den Spa-Bereich des Badhotels nutzen. Man muss also nicht unbedingt in dem Vier-Sterne-Haus übernachten, aber wenn man es tut muss man, nach einem langen Spa-Tag, nicht mal am Abend das Haus verlassen. Im Hotelrestaurant gibt es zwar keine Frikandel, aber dafür gut zubereiteten Fisch und Fleisch aus der Region.

Frau K. ist ja bekanntermaßen am liebsten draußen. Daher interessierte sie der angekündigte Yoga-Campingplatz ganz besonders. Eine Yogastunde sollte es auch geben und weil die Yogahose von Frau K. ihrem Badeanzug auf dem heimatlichen Bett Gesellschaft leistete, hat sie einige Energie in die Suche nach eine Ersatzhose investiert. Verschwendete Energie wie sie dann leider bald bemerken musste. Die Yogalehrerin war unpässlich oder anderweitig beschäftigt, so ganz klar wurde das nicht. Statt dessen stand eine Führung mit hohem imaginären Gehalt auf dem Programm. Der Yoga-Campingplatz bestand zum Zeitpunkt unseres Besuches noch aus einer riesigen alten Scheune und einer großen Streuobstwiese. In der Scheune fünf alte Campingwagen, die gerade entkernt und aufgehübscht wurden. Draußen ein erstes Wohnzelt im Safari-Stil, fast ganz aufgebaut 😉

YogaBee Eingang

Trotzdem ist sich Frau K. sicher, dass der Platz ganz wunderbar wird. Das bereits fertige Yoga-Retreat auf dem Nachbargrundstück ist schon sehr besonders eingerichtet. Mit viel Liebe zum Detail, luxuriösen Zimmern mit freistehender Badewanne und einem wunderschönen Übungsraum. Gekocht wird vegetarisch, gegessen an einem langen Tisch in großer Runde. Einen schönen Garten und ein ziemlich cooles Schwimmbecken gibt es auch. Absolut empfehlenswert für Yogafans mit Stilbewusstsein. Frau K. findet vor allem die Idee unter alten Apfel- und Birnbäumen zu Campen und den Sonnengruß zu machen großartig. Bei der nächstbesten Gelegenheit wird sie sich den fertigen Yoga-Campingplatz ansehen.

Einmal rundum erneuern bitte

Von Domburg geht die Reise nach Cadzand. Das ist eigentlich gar nicht so weit weg – Luft- bzw. Wasserlinie kaum mehr als 25-30 Kilometer – aber mit dem Bus dauert die Fahrt dann doch recht lange. Zeit für ein Nickerchen. Der Tag wird wieder lang und bis zum Abend sind noch einige Programmpunkte zu bewältigen. Kosmetik mit Inhaltsstoffen aus dem Meer wird vorgestellt, auf dem Quad gehts durch den Ort und über die Dünen, am Strand hängt Frau K. dann an einem Drachen und später hängt sie einen Wunsch an den Wunschbaum im Dorfzentrum von Cadzand-Dorp. Cadzand-Bad (das jetzt Bad Cadzand-Bad heißen darf ;-)) ist eine echte 70er Jahre Schönheit. Viel Waschbeton und seltsam verschachtelte Kunststoff-Fassaden. Aber der erste Eindruck täuscht. Hinter den Fassaden tut sich so einiges. Der ganze Ort erfindet sich gerade unter dem Motto „natürlich stylisch“ neu. Geplant ist ein mondäner Jachthafen, ein Boulevard im normannischen Stil, rote, grüne blaue Stadtteile. Frau K. schwirrt der Kopf nach der Präsentation der Pläne. Ein Ferienhauspark mit 450 Häusern und vielen Grachten ist bereits fertig. Die vorhandenen, etwas trostlosen 70er Jahre Hotelbauten sollen bald in neuer Optik glänzen.

Quad fahren in Cadzand
Frau K. als Meernixe
Wunschzettelbaum in Cadzand-Dorp
Drachen steigen lassen in Cadzand
Drachen steigen lassen in Cadzand
Drachen steigen lassen in Cadzand

Ein Garten in den Dünen

Ein hippes Sterne-Restaurant hätte Frau K. in dem Gebäude mit Schulschwimmbad-Charme – dem abendlichen Besuchsziel – dennoch nicht erwartet. Entsprechend beeindruckt war sie beim Anblick des Pure C.

Super entspannte Atmosphäre. Ein junger sympathischer Küchenchef. Einzigartig leckeres Essen und ein spannendes Konzept. Vom versprochenen Strandgarten mit Salzpflanzen und speziellen Kräutern war zwar noch nicht viel zu sehen, aber zumindest die Essenz der Pflanzen, die da mal wachsen sollen, gab es in flüssiger Form als Aperitif. Mit rund 80 Euro für sechs Gänge (ohne Getränke) sind die Preise noch sehr moderat. Dafür ist das Pure C auch über Wochen ausgebucht. Spontan vorbeischauen klappt eher nicht, aber es lohnt sich das Essen dort bei einem Zeelandbesuch langfristig einzuplanen.

Kräuter aus Seeland in flüssiger Form
Austern schlürfen im Pure C
Salat aus Seetang, Pure C
sechs Gänge Menüs im Pure C in Cadzand
Aromagläser Pure c
Schokomousse mit goldenen Maccarons im Pure C

Yoga am Strand

Kurz vor der Abreise gab es dann doch noch eine Portion selbst erfahrener Wellness. Frau K. absolviert eine Yogastunde am Strand. Barfuß und glücklich. Ganz im Hier und Jetzt. Als Sitzkissen dient Sand und im Hintergrund rauscht das Meer. Herrlich!

Die Hochseeangeln-Schnupperstunde direkt danach ist fast genauso entspannend. Die Fische sind noch gar nicht da. Sie Chillen im Süden, wo das Wasser wärmer ist, lässt der Angelexperte durchblicken. Das Angel auswerfen birgt also nicht die Gefahr, dass gleich ein Fisch dran zupft und erschlagen werden muss und so tritt Frau K. wenige Stunden später die Heimreise tatsächlich bestens entspannt an.

Beim nächsten, selbst organisierten Zeeland-Besuch darf Herr L. dann wieder mit. Damit er mit eigenen Augen sehen kann, dass seine ehemaligen Pfingst-Partyziele mit ihm zusammen stilvoll gealtert sind. Ich freu mich drauf.

Cadzand-Bad Strand Yoga
tiefenentspannt beim Strand Yoga
Yoga am Strand
Frau K. angelt
Angelköder
Einführung ins Hochseeangeln
Kurztrip nach Nürnberg

Kurztrip nach Nürnberg

by Frau K. Deutschland In der Stadt Nürnberg

Bis zu unserer nächsten großen Reise dauert es noch ein bisschen, aber wir vertreiben uns die Zeit bis dahin ganz gerne mit Kurzreisen in „Good old Germany“. Mitte März waren wir in Nürnberg. Das Romantik-Hotel Rottner hat uns zu einem Wochenende mit 4-Gänge-Menü eingeladen und wir haben die Einladung gerne angenommen.

Angereist sind wir mit der Bahn – wie immer ein Erlebnis (aber dank korrespondierender Verspätungen haben wir letztlich unser Ziel doch erreicht) – und direkt damit begonnen Nürnberg mit dem Fahrrad zu erkunden. Die konnten wir direkt im Hotel ausleihen. Bis in die Stadt waren wir stramme 20 Minuten unterwegs. Da praktisch alle Altstadtstraßen und Gassen mit Kopfsteinpflaster belegt sind, haben wir die Räder am Rand stehen gelassen und zu Fuß auf Entdeckungstour begeben.

Nürnberg fahrradtour Altstadt
Nürnberg Wandmalerei Hirsch
nürnberg Brunnen
Nürnberg Weg zur Burg

Die Brunnen in Nürnberg sind ein wenig schräg. Es war kalt und windig, vor allem auf der Burg, zu der wir pflichtschuldig hinauf gestiegen sind. Dabei ist Frau K. wieder einmal klar geworden, dass sie nicht der klassische Sehenswürdigkeitenangucker ist. Viel lieber sitzt sie in Cafés oder steht stundenlang neben Herr L. wenn der eine Fotobuchhandlung entdeckt und noch lieber erkundet sie fremde Supermärkte (eine Leidenschaft, die Herr L. immer wieder in Erstaunen versetzt). Einen Supermarkt haben wir in Nürnberg nicht betreten. Dafür sind wir sehr zufällig über einen kleinen feinen Wochenmarkt gestolpert. Neben dem üblichen Ost- und Gemüseangebot gab es dort eine sehr bunte Mischung von Spezialitätenständen.

An dreien sind wir länger hängen geblieben. Herr L. kam selbstverständlich nicht am weltbesten Käsekuchen vorbei. Schön verpackt ist einer davon in unserer Tasche gelandet. Frau K. wurde an Mounias Stand mit selbst gebackenem marokkanischem Gebäck schwach. Und zum Abschluss gab es ein Gläschen Bier aus einer regionalen Mini-Brauerei. Mini waren allerdings auch die Probiergläschen. Trotzdem hat Herr L. dem Brauer eine Flasche zum mitnehmen abgeschwatzt. Die wechselte unter der Theke den Besitzer, weil ein wieder entdecktes Gesetz den Verkauf von Bier auf Nürnberger Wochenmärkten verbietet.

Nürnberg markt überblick
Nürnberg markt Käsekuchen
Nürnberg markt bierprobe
Nürnberg markt marokkanischer stand

Hochzufrieden sind wir nach dem Marktbesuch zum Romantik-Hotel Rottner zurück geradelt und haben erst mal die Füße hochgelegt. Kraft sammeln für das 4 Gänge-Menü im dazugehörigen Gasthaus am Abend.

Zwischendrin war noch etwas Zeit für eine Führung über das Hotelgelände, zu dem ein großer Gemüse- und Obstgarten gehört. Leider waren wir recht früh im Jahr zu Besuch. Viel zu sehen gab es noch nicht. Aber Frau K. kann sich gut vorstellen wie die Felder in ein paar Monaten aussehen werden. Den Ansatz soviel Gemüse- und Obst wie möglich selbst zu produzieren, findet sie soundso extrem gut. Gerade läuft sogar die Biozertifizierung für die hoteleigene Gemüseproduktion.

Ebenfalls echt schön: der Biergarten mit den riesigen Walnussbäumen, im Sommer lässt es sich dort bestimmt traumhaft sitzen. Bei knapp 5 Grad hat es uns aber recht schnell in das gemütliche Gasthaus getrieben. Wer mag kann sich die Räume bei einem 3D-Spaziergang ansehen.

Nürnberg gasthaus Rotten abendbeleuchtung

Dort war das zehnköpfige Küchenteam bereits eifrig mit der Zubereitung des Abendessens beschäftigt. An die Außentemperatur konnten wir in der Küche ganz schnell eine Null dranhängen. Trotzdem war es extrem spannend die Abläufe in der Gasthausküche live zu erleben. Ein bisschen wirkte es wie ein modernes Tanztheater. Einer unbekannten Choreografie folgend tänzeln die Köchinnen und Köche durch die enge Küche, um Herd, Töpfe und Pfannen herum, und am Ende steht das perfekt angerichtete fertige Gericht in der Durchreiche zum Gastraum. In den sind wir auch bald verschwunden, ein bisschen erschöpft vom Tag und voller Vorfreude auf das folgende Menü.

gasthaus Rotten küche Pfannen
gasthaus rottner pfanne flammen koch
gasthaus rottner sossenzubereitung
gasthaus rottner speisenzubereitung
gasthaus rottner speisenzubereitung
gasthaus rottner koch mit pfanne
gasthaus rottner küchenteam

Das wie erwartet keine Wünsche offen ließ. Es war echt lecker. Traditionell fränkische Küche neu interpretiert. Regional und saisonal. Mit Liebe zubereitet. Was will man mehr.

Jeder einzelne Gang war überraschend. Wirklich geflasht hat uns allerdings die Käseplatte und die Schnapsauswahl. Für beides hat Frau K. eine echte Schwäche, die Entscheidung fiel entsprechend schwer.

gasthaus rottner käseplatte
gasthaus rottner käseplatte
gasthaus rottner schnapsauswahl
gasthaus rottner lüsterweibchen

Es blieb nicht bei einem Gläschen. Wir waren die letzten Gäste. Stefan und Claudia Rottner, unsere Gastgeber, gesellten sich noch zu uns. Herr L. wechselte zusammen mit dem Chef zu Bier, Frau K. mit der Chefin zum Wein. Wir haben uns sehr nett unterhalten und ganz viel spannendes über das Romantik-Hotel, das Gasthaus Rottner und die Menschen, die darin arbeiten, erfahren. Bevor ich das alles hier im Detail aufschreibe besucht lieber selbst die schön gemachte Homepage des Hotels und schaut euch die Mitarbeiterportraits an. Oder fahrt gleich selbst hin. Am besten im Sommer, wenn alles schön grün ist und das Gemüse auf den Tellern aus dem Hotelgarten kommt. Dann werden in der Scheune Kinofilme gezeigt und dazu passendes Essen serviert. Und in der Kochschule Kochkurse veranstaltet, an deren Ende ein selbst gekochtes 4-Gänge-Menü steht.

Wir sind zu sehr später Stunde langsam in das Hotelgebäude gewankt. Stefan und Claudia Rottner mussten nur die Treppe rauf gehen. Die Familie wohnt immer noch in dem schönen alten Fachwerkgebäude, in dem auch das Gasthaus untergebracht ist. Das Lüsterweibchen links im Bild hat bei unserem Abschied (wie schon den ganzen Abend über) freundlich gelächelt. Und vielleicht sogar gewinkt. Ganz genau habe ich es nicht gesehen.

Unsere Reise wurde organisiert von Reisehummel.de. DiePhaben wirklich nette Städtereisen im Programm. Schaut mal rein.

Bei Elli und Gianna in Kapesovo

Bei Elli und Gianna in Kapesovo

by Frau K. Griechenland Kapesovo Zagorochoria

Am Ende eines langen Tages (während dem wir viele der wunderschönen Brücken im Zagorochoria überqueren durften) sind wir bei Elli in Kapesovo gelandet. Bereits unser Guide vom Vortag hat den Ort und vor allem das Cafenion wärmstens empfohlen. Auch Paris, unser Begleiter auf der Brückentour, war der Meinung wir müssten Elli, die das Cafenion in Kapesovo besitzt, und ihre Schwester Gianna unbedingt kennen lernen. Mitten in Elli’s winzigem Cafenion steht eine Zisterne. Sie wurde 1848 gebaut, ein dreizehn Meter tiefer Schacht zum Sammeln von Regenwasser, innen ausgekleidet mit einem immer noch erhaltenen Putz aus zerriebenen Muscheln und Eiweiß – ein altes Rezept um die Zisterne wasserdicht zu machen. Elli bietet in ihrem Cafenion selbst produzierte lokale Produkte an: Marmelade, Tee, getrocknete Pilze, aber auch Schmuck, Tsipouro, Likör und Wanderstäbe. Mein Favorit waren die vielen selbst gebackenen Kuchen nach alten Rezepten, darunter auch viele mit orientalischen Wurzeln aus der Zeit von Ali Pascha. Langweilig wird es Elli in ihrem Cafenion nie:

Viele Gäste denken wir seien hier sehr isoliert, aber das ist gar nicht so. Jeden Tag bekomme ich Besuch aus einem anderen Teil der Welt.

Ihre Schwester Gianna betreibt wenige Meter vom Cafenion entfernt ein kleines Gästehaus. Der Vater der beiden hat das 1875 erbaute Haus in liebevoller Kleinarbeit restauriert. Es ist ein echtes Schmuckstück.

Wirklich überwältigend aber war die Gastfreundschaft der beiden Schwestern. Elli verwöhnte uns im Cafenion mit traditionell griechischen und orientalischen Süßigkeiten und Kuchen, während Gianna mal eben ein paar typisch regionale Speisen für uns zubereitete. Wärmendes Trahana (eine cremige Suppe aus gemahlenen, mit Milch benetzen und dann getrockneten Weizen) zum Einstieg, ein Stück Pie mit Kräutern, Kartoffelpüree, verschiedene Gemüse, zartes Lammfleisch, dazu ein selbst gekelterter Wein und zum Abschluss ein Glas Tsipouro. Keine Ahnung wie wir es danach in unser Hotel geschafft haben. Beim nächsten Besuch quartieren wir uns gleich im Thoukididis ein und nehmen uns mehr Zeit die Umgebung zu erkunden. Von Kapesovo aus führt ein alter Pfad über viele hundert Stufen nach Vradeto. Leider konnten wir dieses Mal nur ein Foto davon machen. Von dort ist es nicht mehr weit zum Aussichtspunkt Beloi, der den besten Blick in die Nikos-Schlucht bieten soll.

kapesovo cafenion zisterne
selbst gemachte Produkte im Stern in Kapesovo
kapesovo eli und gianna
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kapesovo eingang gästehaus
kapesovo
kapesovo Walnüsse mit Traubenmost überzogen
Zimmer in Kapesovo
Blick aus dem Zimmer in Kapesovo
kapesovo cafenion nachts

Anreise

Die zagorischen Dörfer liegen sehr versteckt im Pindusgebirge sind aber dennoch gut zu erreichen. Wir sind von Köln in zweieinhalb Stunden nach Thessaloniki geflogen und haben dort einen Wagen gemietet. Die Fahrt nach Ioannina auf der gut ausgebauten Straße dauert knapp drei Stunden. Hinter Ioannina wird es sehr kurvig. Für die rund 20 Kilometer bis Kapesovo braucht man noch einmal eine gute Stunde (und einen stabilen Magen).

Flugkosten: ab 50 € pro Person und Strecke
Mietwagen: ab 150 € für 10 Tage

Übernachten

In Kapesovo gibt es verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten. Die Menschen in Zagorochoria sind ausgesprochen gastfreundlich, man kann eigentlich nur gute Erfahrungen machen. Die Zimmer im Thoukididis sind sehr hell, mit tollem Blick in die umliegenden Berge und mit viel Liebe für’s Detail eingerichtet. Auf der Homepage kann man sich virtuell durch das Gästehaus bewegen und bekommt so einen guten Eindruck.

Zimmer: ca. 60 € inkl. Frühstück

Gianna packt auf Wunsch auch Lunchpakete oder kocht ein leckeres Abendessen für ihre Gäste.

Blumen im Winter: Kamelienausstellung in der Flora

Blumen im Winter: Kamelienausstellung in der Flora

by Frau K. Wochenendtipp

Nachdem unser Wochenendtipp in einen kurzen tiefen Winterschlaf gefallen ist, wecken wir ihn heute, trotz fallender Temperaturen, wieder auf. Vor einigen Tagen hat die Kamelienausstellung in der Flora in Köln ihre Türen geöffnet. In den Gewächshäusern lässt sich die Blütenpracht sogar bei Regen und Schnee bewundern. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist bis April täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.

Kamelienausstellung Flora Köln