Blogparade: Die wichtigsten Info-Quellen für Reisende

Blogparade: Die wichtigsten Info-Quellen für Reisende

by Frau K.

Info-Quellen für Reisende

Oliver Zwahlen vom Weltreiseforum fragt nach den wichtigsten Info-Quellen für Reisende. Das ist unser Beitrag zu seiner Blogparade:

Früher (also vor Herr L. und Kinderschar) verliefen meine Reisen immer spontan und ungeplant. Ferien, Urlaub, ein paar freie Tage, ein Auto, ein paar Freunde, ein gemeinsames Reiseziel und schon ging es los.

Dabei galten vor allem zwei Auswahlkriterien:

Wie weit kommen wir mit unserem Geld?
Wo scheint die Sonne und wo ist das Meer am blausten?

Reiseführer spielten dabei für uns keine Rolle. Wir fuhren einfach Richtung Süden und schlugen die Zelte auf dem ersten freien Campingplatz auf (solange er nur nah genug am Wasser war). Der Radius war begrenzt – unsere Ansprüche (und damit unser Informationsbedarf) ans Reiseland ebenfalls.

Später (immer noch vor Herr L. und Kinderschar) zog es mich weiter weg. So ganz ohne Planung ging das nicht mehr. Damals war meine bevorzugte Info-Quelle die gute alte Backpackerfibel „Lonely Planet“ oder das etwas jüngere „Reise-Know-How“. Die boten mir alles was ich wissen wollte: Infos zum Reiseland, ein paar Brocken Landessprache, günstige Übernachtungsmöglichkeiten und gute Restauranttipps. Das reichte um die Reise grob zu planen, der Rest ergab sich unterwegs.

Ich lies mich treiben und war offen für Vorschläge von anderen Reisenden. Und dann gab es ja noch die schwarzen Bretter in Hostels als Info-Quelle. Selbst mit Kind Nummer 1 (alleine und ohne Herr L.) bin ich noch spontan und nur mit grober Planung verreist, muss aber zugeben, dass das mitunter verdammt anstrengend war. Vorne das Kind, hinten der Rucksack…, aber andererseits habe ich dabei unglaublich nette und hilfsbereite Menschen kennen gelernt.

Reiseplanung mit Kindern

Reiseplanung mit Kindern

Noch später (endlich: Auftritt Herr L. und Kinderschar) war spontanes Verreisen nicht mehr möglich. Mit vier Kindern im Gepäck ohne Ziel und Plan (dafür aber mit begrenztem Budget), das ging gar nicht. Bereits Monate vor der geplanten Reise verbrachten Herr L. und ich viele Stunden am Rechner auf der Suche nach bezahlbaren Flügen und einem günstigen und ausreichend großen Ferienhaus. Das Angebot war riesig und die Entscheidung entsprechend langwierig und schwer.

Mehr aus Zufall sind wir auf eine andere Info-Quelle gestoßen: der Kleinanzeigenteil von „Schrot & Korn“ (umsonst erhältlich in jedem Bioladen). Die dort inserierten Häuser passten besser zu unserer großen Patchwork-Familie und zu unserem Anspruch an eine individuelle Unterkunft. Infos über die Region gab es vom Hausbesitzer meist gratis dazu. Die für uns wichtigen – wo gibt es die größte Pizza – wo ist die perfekte Badestelle – wo schmeckt das Eis am besten – stehen eh nicht in Reiseführern. Nur Landkarten hatten wir immer dabei. Herr L. liebt Landkarten, er verschafft sich damit gerne einen Überblick. Meine Angewohnheit die Karte so zu drehen, dass die Straße in die Richtung zeigt, in die wir fahren müssen, treibt ihn in den Wahnsinn.

Reiseplanung im Word Wide Web

Heute sind wir wieder ohne Kinder unterwegs. Immer noch ein bisschen spontan und ungeplant. Vor kurzem wollten wir zum Wandern nach Kreta, sind dann aber nach scharfem Protest eines griechischen Freundes (was wollt ihr da, da fahren doch alle hin, ich weiß was besseres) im Pindusgebirge in den Zagorischen Dörfern gelandet. Eine wunderbare Entscheidung. Ein ausführlicher Reisebericht dazu steht noch aus, einen kleinen Einblick findet ihr auf unserem Reiseticker. Die aktuelle Planung – Silvester in Wien – wurde mangels bezahlbarem Hotel umgeworfen. Unser neues Ziel – Gent – haben wir durch Zufall im Netz entdeckt.

Überhaupt holen wir uns inzwischen viele Infos aus dem Netz. Andere Reiseblogs sind eine großartige Quelle. Persönliche und authentische Reiseberichte und tolle Bilder machen so richtig Lust auf die vorgestellten Reiseziele. Individuelle Unterkünfte buchen wir in der Regel über air.bnb. Dabei haben wir viele spannende Menschen kennen gelernt, die uns dann wiederum mit echten Insider-Tipps zu ihrer Stadt versorgten. Die (für Herr L. so wichtigen) Landkarten wurden durch eine App ersetzt. Und in einem Funkloch fragen wir einfach den Nächstbesten der vorbei kommt. Mietwagen, Bahn- oder Flugtickets buchen wir auch meistens online.

Fazit: Unsere wichtigsten Info-Quellen für Reisen

  • Info-Quelle Nummer eins sind für uns Tipps von Freunden und anderen Reisenden. Oft finden wir unser nächstes Reiseziel im Gespräch mit Reisenden während einer Reise.
  • Reiseführer sind bei langen Reisen in ferne Länder durchaus nützlich, zumindest wenn sie gut recherchierte, handfeste und aktuelle Informationen zu empfehlenswerten Zielen, Unterkünften und Restaurants enthalten.
  • Für die grobe Reisplanung im Vorfeld und einen ersten Überblick habe ich mir früher gerne Reiseführer in der Stadtbibliothek ausgeliehen oder stundenlang im Buchladen geschmökert. Dabei ziehe ich gut bebilderte Reiseführer vor. Langatmige Infos zu Sehenswürdigkeiten und deren Geschichte interessieren mich persönlich eher weniger.
  • Inzwischen hole ich mir oft Reise-Infos aus dem Netz. Es gibt so viele großartige Reiseblogs mit tollen Bildern. Da ist für jeden Geschmack was dabei. Eine ziemlich ausführliche Reisebloggerliste findet ihr übrigens hier: http://reiseblogger-kodex.com/reiseblogger-verzeichnis/ oder auf der monatlichen Blogschau im Weltreiseforum.
  • Zumindest in Ländern mit gutem Funknetz ersetzt das Handy bei uns heute immer öfter den traditionellen Reiseführer und auch die bei Herr L. so beliebten Landkarten. Und das trotz unserer Vorliebe für Gedrucktes. Mit dem Handy findet man vieles einfach schneller und es gibt wenig was man nicht findet. Eine vor Ort gekaufte SIM-Karte hält die Kosten dabei im Rahmen.
Blogparade Reisen allgemein

One comment

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.