Rafting auf dem Voidomatis

Rafting auf dem Voidomatis

by Frau K. Reiseticker

Unsere erste Rafting Tour ever und wir sehen aus wie Marsmännchen. Aus dem Alter für hautengen Neopren sind wir eigentlich raus. Wobei gibt es eigentlich ein Alter indem man in einem hautengen Neoprenstrampler eine gute Figur macht? Richtig schlimm wird es jedenfalls erst, nachdem wir uns noch ein gelb-blaues Plastikshirt überziehen müssen. Die Krönung ist die fetten rote Schwimmweste und der farblich passende Helm. Nun ja – Colorblocking ist Trend – und hier kennt uns ja keiner 🙂

Vorm Start gibt es eine Reihe von Instruktionen und Trockenübungen. Dann geht’s los. Der Voidomatis ist ein relativ sanfter Fluss mit ein paar kleinen Stromschnellen. Auf einer Skala von eins bis sechs liegt er bei zwei. Das ist gut, denn so bleibt Zeit die wunderschöne Landschaft durch die er fließt zu bewundern.

Der rote Felsen

Der rote Felsen

by Frau K. Reiseticker

Gestern haben wir eine erste kleine Bergtour gemacht. Zweieinhalb Kilometer hin und zweieinhalb Kilometer zurück. Eigentlich ein Klacks. Ein netter Spaziergang. Sollte man meinen.

Kommt auf den Weg an, meine ich, nachdem wir eine Stunde lang hinter Paris und Georgia, unseren beiden Wanderführern, den Berg hinauf gekraxelt sind. Der Ausblick war allerdings grandios und den anstrengenden Aufstieg mehr als wert. Runter ging es dann ein wenig schneller. Wir haben sogar zwei verirrte Ziegen überholt. Sehr freundliche und neugierige Tiere übrigens.

Morgens Käse mittags Kuh

Morgens Käse mittags Kuh

by Frau K. Reiseticker

Gestern morgen durften wir der Käserei der Stiftung Tositsa zusehen wie der Metsovone, eine regional Käsespezialität, gewaschen und verschnürt wird. Mittags auf unserer Fahrt rund um den Aoos See mussten wir uns dann die Straße mit den recht selbstbewussten Rohstofflieferanten für den Metsovone teilen. Dazu noch mit zahlreichen Schafen und Pferden. Das einzige was uns nicht begegnet ist sind andere Autos. Und Bären. Die schlafen wohl noch um die Uhrzeit. Oder sind im Weinberg unterwegs. Dort bedienen sie sich, laut Aussage eines örtlichen Winzers, an den zuckersüßen Trauben, wenn er nicht rechtzeitig erntet.

Von Neuschwanstein in den Schwarzwald

Von Neuschwanstein in den Schwarzwald

by Frau K. Reiseticker

Wir befinden uns im Nordwesten von Griechenland mitten im Pindosgebirge. Aber wenn man so auf die Souvenierläden schaut könnten wir auch mitten im Schwarzwald sein. Kunstvoll geschnitzte Gehstöcke,  gedrechselte Holzschüsseln und Honiglöffel, bemalte Holzbrettchen mit der Dorfsilhouette, Holzherzerl mit „I moag di“ Aufschrift – nehmen wir zumindest an, leider sind wir nicht dazu in der Lage die griechischen Schriftzeichen zu entziffern.

Nur die Kuckucksuhren fehlen. Keine Kuckucksuhren in Metsovo!

Dafür gibt es hier köstlichen Käse. Eine Kostprobe hatten wir heute Abend schon und morgen besichtigen wir eine Käserei und futtern uns durch die regionalen Käsespezialitäten.

Eine Nacht in Thessaloniki

Eine Nacht in Thessaloniki

by Frau K. Reiseticker

Unsere erste Nacht in Griechenland und wir sind umgeben von riesigen Neuschwansteinpuzzles. Sie hängen an den Wänden unseres Hotelzimmers. Sehr schräg!

Die Nacht war kurz und laut. Unser Hotel liegt direkt an einer der größten Durchgangsstraßen von Thessaloniki. Immer wenn ein LKW vorbeifuhr ging die Alarmanlage eines in der Nähe geparkten Autos los. Dafür war das Hotel gestern auch ohne Navi einfach zu finden. Man kann nicht alles haben, sagt der Mann. Ich schon – Dank der Ohrstöpsel, war die Geräuschkulisse für mich eher ein sanftes Meeresrauschen.

Draußen scheint die Sonne. Das Frühstück wartet und gleich geht’s weiter nach Metsovo.

Wo geht die Reise eigentlich hin?

Wo geht die Reise eigentlich hin?

by Frau K. Reiseticker

Die Reisemusik hat ja zumindest schon mal die grobe Richtung vorgegeben.

(An dieser Stelle legt Herr L. besonderen Wert darauf  festzuhalten, dass diese nicht seinen realen Musikgeschmack wiedergibt und die Wahl aus rein plakativen Gründen getroffen wurde.)

Die alten Griechen wollen wir besuchen. Ursprünglich dachten wir an den Klassiker ganz unten im Süden, Kreta, mit stattlichen 300 Sonnentagen pro Jahr. Perfekt für einen Wanderurlaub im Oktober. Aber Herr L.’s Arbeitskollege (kein alter, eher ein junger Grieche) war damit ganz und gar nicht einverstanden. „Langweilig! Was wollt ihr da? Da fahren doch alle hin.“ Er hatte eine bessere Idee.

Na gut. Wer schlägt schon den Rat eines echten Griechen aus. Ich war zwar zunächst skeptisch wegen der Lage – soweit oben im Nordwesten und auf dem Festland – aber nach einem kurzen Web-Check der Jahreswetterdaten bröckelte mein Widerstand. Oktober wurde als ideale Reisezeit für Wanderungen durch den Vikos Nationalpark angegeben, die Temperaturen liegen meist bei angenehmen 25° Celsius. Akis begeisterte Berichte taten den Rest. Noch ein bisschen Recherche und das Ziel unserer Reise stand fest.

Wir werden die Zagorischen Dörfer im Pindosgebirge besuchen, durch die tiefste Schlucht der Welt wandern, hoffentlich keinem Bären begegnen, mit den Wölfen tanzen (ach nein, Herr L. tanzt ja nicht) und  lokale Honig-, Wein- und Käseproduzenten kennen lernen. Morgen geht’s los. Wir sind wahnsinnig gespannt.

Nur noch vier Tage bis zu unserer Abreise nach Griechenland. Warum schrumpfen die Tage kurz vor einer Reise immer so sehr? Macht nichts, dafür wächst die Vorfreude!