Maria mit Kind zum Aufklappen

Maria mit Kind zum Aufklappen

by Frau K.

Es hat eine ganze Weile gedauert bis wir uns auf unserer Reise nach Griechenland, ins Herz des Pindusgebirges, auf ein Souvenir einigen konnten. Das lag vor allem daran, dass es dort, wo wir unterwegs waren, kaum Geschäfte gab. Die letzten Geschäfte waren uns in Metsovo begegnet. Bestimmt wären wir in den dort zahlreich vorhandenen Souvenirläden fündig geworden, aber so ganz am Anfang unserer Reise schien die Souvenirfrage noch nicht so drängend.

In Zagorochoria, den Dörfern der Region Zagori, waren die Einkaufsmöglichkeiten dann recht eingeschränkt. Alle zwei Tage klappert ein fahrender Tante Emma Laden die 46 Dörfer ab. Der Bäcker macht die Tour jeden Tag. Das war’s. In Monodendri gab es zwar ein paar Souvenirläden, aber die waren bereits geschlossen als wir am späten Abend, nach einer langen Tour, in die Hotelbetten fielen. Und im einzigen Laden, indem ich wirklich gerne etwas gekauft hätte – im Sterna in Kapesovo – bin ich an der unerschütterlichen Großzügigkeit seiner Besitzerin gescheitert. Elli hatte uns eingeladen und dabei blieb es. Wir sind mit vollen Taschen, aber ohne zu bezahlen abgereist.

Und weil geschenkte Souvenirs in unserer persönlichen Definition (die wir vielleicht noch einmal überdenken sollten) nicht zählen, stand unser letzter Reisetag in Ioannina ganz im Zeichen der Souvenirsuche. Trotz des riesigen Angebots dort oder gerade darum fiel uns die Entscheidung nicht leicht. In der Touri-Meile quellen die Läden über von reich verzierten Silbertellern und Tabletts. Leider zu groß und zu teuer für uns. Selbst die zierlichen Silberlöffelchen überstiegen unser selbst gesetztes Budget. Mal abgesehen davon waren sie einfach zu schön.

Für Midlifereisensouvenirs gilt: sie sollen günstig und handlich (oder ess- bzw. trinkbar) sein und einen gewissen Kitsch- oder Trashfaktor haben.

Fündig wurden wir schließlich in einem Devotionalienladen. Ich wollte dort eigentlich (gegen den Willen von Herr L.) ein paar bunte Plastikblumen erstehen (für den Blumenkasten vor unserem schattigen Nordfenster), aber das goldige Marienbild zum aufklappen hat es uns dann beiden angetan. Es stammt aus einer Werkstatt in Ioannina, ist handgefertigt und für seine Größe ziemlich schwer. Der Preis war in Ordnung, im Koffer nahm es kaum Platz weg und an unserer tiefvioletten Küchenwand wird es ganz großartig glänzen und uns immer an die wunderbaren Tage in Zagorochoria erinnern.

Reisesouvenirs

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.